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OV Alstertal Walddörfer

Meldet euch bitte auch, wenn ihr in diesen schweren Corona-Zeiten Hilfe benötigt oder einfach nur mal klönen wollt. Aktuelle Informationen findet ihr auch auf unserer Facebookseite LINKEOVAWA

 

Der Ortsverband Alstertal und Walddörfer trifft sich jeden 1. und 3. Dienstag im Monat um 19:00 Uhr, aufgrund der aktuellen Lage zurzeit nur virtuell. Den Zugangscode zu unseren virtuellen Treffen sowie weitere Informationen erhaltet ihr auf Anfrage bei unserem Sprecher Rainer Behrens, Kontakt s. hier:

Gäste und Interessierte sind stets willkommen! Für Fragen, Kritik und Anregungen hat unser Sprecher Rainer Behrens stets ein offenes Ohr und ist per E-Mail an rainer.behrens@linksfraktion-wandsbek.de oder über Telefon 040-607 11 65 zu erreichen.

"Wer gegen die Politik ist, ist für die Politik, die mit ihm gemacht wird." - Bert Brecht

 

 

Tegelsbarg ist RISE

Der Tegelsbarg, eine Großsiedlung am Rande der Hummelsbüttler Feldmark, teils Hummelsbüttel, teils Poppenbüttel zugehörig, liegt entlang von Ryscheweystraße, Tegelsbarg und Müssenredder. Insgesamt 7.200 Menschen leben am Tegelsbarg und im Vergleich zum Hamburger Durchschnitt überproportional viele junge und ältere Menschen sowie Menschen mit Migrationshintergrund. Das Viertel ist geprägt von infrastrukturellen Defiziten, die letztlich auf die neoliberale Politik der Umverteilung von unten nach oben zurückgehen. Die Anzahl der Sozialwohnungen geht kontinuierlich zurück, Radwege sind ungepflegt, Kultureinrichtungen für Erwachsene fehlen, es gibt nicht einmal eine Kneipe oder ein Restaurant. Auch Sporteinrichtungen, wie ein Basketballplatz, sind unbenutzbar, weil der Platz gepflastert ist und somit nicht einmal der Norm für so ein Spielfeld entspricht. Einzige Lichtblicke sind die Einrichtungen für Kinder und Jugendliche unter 14, wie der Baui oder das Haus der Jugend. Sie heben sich sehr positiv von der allgemein unbefriedigenden Lage ab. Der Ortsverband Alstertal/Walddörfer engagiert sich seit Jahren dafür, diese Probleme kommunalpolitisch zu platzieren. Mit regelmäßigen Infoständen zu Themen wie zu wenig Sozialwohnungen, schlechtes Kulturangebot für Jugendliche über 14 und Erwachsene, ungepflegte öffentliche Park- und Sportanlagen, der Kontaktpflege zu den örtlichen Initiativen und Anträgen in den politischen Gremien wurde regelmäßig Öffentlichkeit geschaffen. Mit der Eröffnung eines Stadtteilbüros vor einigen Jahren begann eine Entwicklung zum Positiven. Im September 2021 ist der Tegelsbarg in das sogenannte „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)“ aufgenommen worden. Bis 2027 soll die Lebensqualität durch eine ganzheitliche Quartiersentwicklung verbessert werden. Bauliche Maßnahmen und massive Investitionen in die soziale Infrastruktur sind vorgesehen. RISE umfasst die Handlungsfelder Sport/Freizeit, Wohnen, öffentlicher Raum, Inklusion, Seniorenarbeit/Soziales, Integration von Migranten und Klima/Kultur. Die Erfordernis von RISE für den Tegelsbarg wird auch durch einen Vergleich mit dem Nachbarstadtteil Volksdorf deutlich. Volksdorf hat, was am Tegelsbarg und auch in Hummelsbüttel, wozu ein Teil des Tegelsbargs gehört, nicht existiert: Schwimmbad, U-Bahn-Station, Museum, Bücherei, vielfältige Einkaufsmöglichkeiten vor Ort und ein Bürgerhaus. Wir als LINKE werden den RISE-Entwicklungsprozess aktiv begleiten. So ist die LINKE mit Rainer Behrens, Sprecher des OV AWA und Bezirksabgeordneter in der Bezirksversammlung Wandsbek, kompetent im Quartiersbeirat vertreten.

PM Ehrenamtliche der Gedenkstätte Plattenhaus PoBü

Niemals vergessen!

Gedenken an Andrzej Szablewski – Opfer des Nationalsozialismus Hinrichtung auf Gut Hohenbuchen am 13. März 1942 in Hamburg-Poppenbüttel

Am vergangenen Sonntag trafen sich am „Stolperstein für Andrzej Szablewski“ vor dem alten Gutsgebäude Hohenbuchen in Hamburg-Poppenbüttel zehn Personen aus dem Alstertal zu einem stillen Gedenken. Ein Bürger, der auf seinen Laufrunden wiederholt über diesen Erinnerungsstein“ gestolpert“ war, regte im Kreise seiner Familie und persönlichen Freunde, der Ehrenamtlichen um das Plattenhaus Poppenbüttel e.V. und bei Vertrerter:innen der Alstertaler Regional- und Wandsbeker Bezirkspolitik an, sich dort zu einer kleinen Gedenkfeier zu treffen.

Nach einer Blumenablage durchwanderte die kleine Gruppe den Alsterpark Hohenbuchen gen Alsterwanderweg. Dort findet sich auf einer Stehle eine Gedenktafel zur Erinnerung an das Schicksal des 29jährigen polnischen Zwangsarbeiters der am 13. März 1942 öffentlich durch Erhängen hingerichtet wurde. 1940 war Szablewski wie auch seine Brüder auf dem elterlichen Bauerhof in Stary Radziejow verhaftet und zur Zwangsarbeit nach Hamburg auf das Gut Hohenbuchen verbracht worden.

Die Hinrichtung geschah auf Initiative der Hamburger Gestapo, die Szablewski eine Liebesbeziehung mit der 20jährigen Erntehelferin Hildegard Lütten unterstellte. Die deutsche Frau verbüßte für die nie bewiesene Beziehung eine dreijährige Haft im KZ Ravensbrück.

Im persönlichen Gespräch an der Gedenktafel erfolgte ein Austausch zu den damaligen Zeiten, dem traurigen Leben der Zwangsarbeiter und Arbeiterinnen  des Gutes Hohenbuchen, bei der Errichtung der Poppenbütteler Plattenhäuser und schweren Arbeiten des Gräbenziehens. Verweise auf andere Gedenksteine, auf Publikationen wie des Historikers Andreas Seeger und die Initiierung eines Gedenksteines für das KZ Außenlager Sasel 1982 durch den Lehrer Gerd Liszkowski und seine Projekt-Schülergruppe mit sehr differenzierter Recherchearbeit fanden Würdigung.

In Anbetracht des in Deutschland existierenden Rechtsradikalismus und Anhängern des Nationalsozialismus halten die am Sonntag beteiligten Alstertaler es für sehr wünschenswert wenn ein regelmäßiges Gedenken an Andrzej Szablewski am 13. März 2021 stattfindet. Gern auch unter Beteiligung von Vertreter:innen der Wandsbeker Initiativen, Verwaltung und Politik. Eine Kooperation mit einer Poppenbütteler Schule zur geschichtlichen Aufklärung der Schüler:innen wäre zudem ideal (vgl. die Beteiligung des Gymnasium Oberalster an den Holocaust-Gedenkfeiern Gedenkstein KZ Außenlager Sasel). Im nächsten Jahr 2022 ist dieses schreckliche Zeichen der Gewaltherrschaft 80 Jahre her.

Hintergrundinformationen:

https://www.gedenkstaetten-in-hamburg.de/gedenkstaetten/gedenkort/gedenktafel-fuer-andrzej-szablewski/

Download Publikation "Wandsbek erinnert" S. 101-106 Andrzej Szablewski

Publikation des Historikers Andreas Seeger: https://www.tabularasamagazin.de/andreas-seeger-der-tod-eines-zwangsarbeiters/

 

Beteiligte an der Gedenkfeier am 14.3.21 am Gut Hohenbuchen

Sylvia und Felix Pospiech, Poppenbüttel

Barbara Kretzer, Sasel

Max Dengler, Poppenbüttel, späterer Nachbar von Hildegard Lütten

Rainer Behrens, Duvenstedt

Frauke Häger, Sasel

Anneli und Hans-Joachim Klier, Poppenbüttel

Gerhard Schlüter, Sasel

Wolfgang Böhm, Sasel

 

Stefan

Was bedeutet uns LINKEN der 8. Mai

Kurz vor Ende des 2. Weltkriegs entstand das KZ Sasel. Ca. 500 polnische Jüdinnen mussten auf dem Gelände des heutigen AEZ Behelfsheime aus Betonfertigteilen bauen. Erhalten ist noch eine Baracke am Kritenbarg, wo sich heute eine Gedenkstätte befindet. Ein Gedenkstein befindet sich direkt am Lagerstandort Petunienweg, Ecke Feldblumenweg. Auf dem Friedhof in Bergstedt wird mit einem weiteren Gedenkstein den 35 Toten gedacht, die im KZ Sasel ums Leben kamen.
Auch im Alstertal hinterließ der Faschismus seine grausame Spur. Eines der ersten KZs Deutschlands wurde 1933 im Wittmoor errichtet. Hier wurden über einhundert Häftlinge zu Erdarbeiten im nahen Moor gezwungen. Mehrere Gedenksteine auf Hamburger (Ecke Bilenbarg/Am Moor ) und Schleswig-Holsteinischen Gebiet (Fuchsmoorweg und Segeberger Chaussee 310) erinnern an diesen schrecklichen Ort.

Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung vom Faschismus, das Ende des 2. Weltkriegs in Europa und das Ende des faschistischen Terror- und Vernichtungsregimes, dem mehr als 55 Millionen Menschen zum Opfer fielen.

Unsere Dankbarkeit gilt den Befreiern, den alliierten Armeen, allen voran der Roten Armee, die die Hauptlast des Krieges trug. Wir wollen nicht vergessen, dass Hunderttausende von Partisanen und Widerstandskämpfer ihren Beitrag zur Befreiung geleistet haben.

In den Wochen und Tagen vor dem 8. Mai 1945 wütete der deutsche Faschismus mit unvorstellbarer Grausamkeit. Viele Menschen, für die die Befreiung zum Greifen nahe war, verloren noch Ihr Leben im KZ, auf Todesmärschen, auf den Häftlingsschiffen in der Lübecker Buch, im Häuserkampf in deutschen Großstädten.

Viele Deutsche kehrten als Befreier in den Reihen der alliierten Streitkräfte nach Deutschland zurück. Deutsche wirkten in der Emigration, in Partisanenverbänden, in der Widerstandsbewegung an der Befreiung Deutschlands mit.

Die Selbstbefreiung des KZ Buchenwald durch die Häftlinge zeigt, dass Widerstand auch unter den schwierigsten Bedingungen möglich und erfolgreich war.

Der 8. Mai ist auch der Beginn einer sozialistischen Gesellschaftsentwicklung in einem Teil Deutschlands.

Der 8. Mai ist ein Tag des Gedenkens an die Opfer des deutschen Faschismus, aber auch ein Tag der Zukunft dem die Einsicht zugrunde liegt, dass nur soziale Gerechtigkeit Faschismus und Krieg verhindern kann.

Gedenkt den Opfern des Faschismus und dem Tag der Befreiung am 8. Mai - Mit dem Fahrrad lassen sich die Gedenkorte leicht erreichen. Es wäre schön, wenn Ihr Euch am 8. Mai auf den Weg machen und Blumen an den Gedenksteinen legen würdet.

 

Helga

Bernd Riexinger in Hamburg

„Neue Klassenpolitik“ – Der Parteivorsitzende der LINKEN sprach in Volksdorf

Etwa 70 Gäste waren am Freitag, 18.10., in die Ohlendorff’sche Villa gekommen, um zu hören, worüber Bernd Riexinger in seinem Buch „Neue Klassenpolitik – Solidarität der Vielen statt Herrschaft der Wenigen“ schreibt, und ihn bei dieser Gelegenheit auch einmal live zu erleben.

„Dass ich hier, in einem der wohlhabendsten Viertel Hamburgs über Klassenkampf reden kann, gefällt mir sehr“, meinte er im Hinblick auf den Ort der Veranstaltung. Schließlich war es zu einem großen Teil dem Einsatz der LINKEN, besonders im Alstertal und den Walddörfern, zu verdanken, dass dieses altehrwürdige Gebäude für die Öffentlichkeit erhalten blieb.

Riexinger, der viele Jahre in Baden-Württemberg an der Spitze der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen, dann von Ver.di stand, schilderte Streiks, die er zum Teil selbst mit organisiert hatte, zum Beispiel den Streik um den Flächentarifvertrag im Einzelhandel 2007/2008, bei dem rund 1000 Verkäuferinnen von 50 Einzelhandelsbetrieben eine Menschenkette auf der Stuttgarter Einkaufsmeile bildeten. Es sei eine Erfahrung gewesen, die den Beteiligten sehr viel Kraft gegeben habe, vor allem, weil die Auseinandersetzung im Juni 2008 mit einem erfolgreichen Tarifabschluss geendet habe. Auch die Blockade der Stuttgarter Müllverbrennungsanlage im Winter 2006 sei ein großer Erfolg gewesen.

Was die heutige Klassenpolitik kennzeichne, sei vor allem, dass sich das Gesicht der Arbeiterklasse verändert habe. In der direkten Produktion arbeiteten heute nur noch etwa 17 Prozent aller Beschäftigten, dagegen sei der Dienstleistungssektor auf über 50 Prozent der Lohnabhängigen angewachsen. Die Tarifbindung habe dramatisch abgenommen. Durch Leiharbeit, Werksverträge, befristete Arbeitsverhältnisse gelinge es, die abhängig Beschäftigten zu spalten und auseinander zu dividieren. Auch die oft miserablen Arbeitsbedingungen ausländischer Arbeitskräfte zum Beispiel in der Fleischindustrie prangerte er an.

„Verbindende Klassenpolitik hat die Aufgabe, die gemeinsamen Interessen der Lohnabhängigen herauszuarbeiten, zu formulieren und Bündnisse der Solidarität zu schmieden“, so einer der Kernsätze Riexingers. Und meint damit auch Solidarität mit Geflüchteten, die versuchen, sich hier in Deutschland eine neue Existenz aufzubauen.

Oder – ein anderes Beispiel: Wenn die Erzieherinnen in der Kita streiken, so müssten die Eltern solidarisch sein, denn es sei ja schließlich auch in ihrem Interesse, dass Erzieherinnen mit einer guten Ausbildung auch gut verdienten.

Ein Satz von Bernd Riexinger in diesem Zusammenhang bekam besonders viel Beifall: „Es kann doch nicht sein, dass diejenigen, denen wir unser Geld anvertrauen, so viel mehr verdienen als diejenigen, denen wir unsere Kinder anvertrauen!“

Fazit: Ein gelungener Abend mit zahlreichen interessanten Wortmeldungen, der Mut gemacht hat.


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