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Thomas

Direktkandidat Johan Graßhoff

Direktkandidat im Wahlkreis 22 und auf Listenplatz 4 der Landesliste Hamburg der Partei DIE LINKE.

Biographisches 

 

Johan Graßhoff, 33 Jahre, Straßensozialarbeiter für obdachlose Menschen

 

  • Geboren am 28. Februar 1988 und aufgewachsen in Hamburg-Wandsbek in den Walddörfern
  • Verheiratet
  • Abitur am Walddörfer Gymnasium in Hamburg-Volksdorf
  • Freiwilliges Soziales Jahr in der Unterstützung von obdachlosen Menschen, Russland/St. Petersburg 
  • Bachelorstudium in Soziologie und Osteuropastudien, Universität Hamburg
  • Masterstudium in Osteuropastudien am Osteuropa-Institut, Freien Universität in Berlin
  • Seit 2014 als Straßensozialarbeiter für obdachlose Menschen beim Diakonischen Werk, Hamburg, tätig
  • Sprecher DIE LINKE. in Rahlstedt
  • Erster Vorsitzender im Verein „Anstoß! Bundesvereinigung für soziale Integration durch Sport e.V.“
  • Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft im Straßenfußball für Wohnungslose Menschen (Homeless World Cup)
  • Mitarbeitervertretung beim „Diakonischen Werk Hamburg“
  • Vorstandsmitglied der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft Wohnungsnotfallhilfen Hamburg (EAW)
  • Wahlbeobachter in der Ukraine 

 

FAQ - Johan

Was treibt dich an, Johan?

Als Straßensozialarbeiter für obdachlose Menschen setze ich mich für Menschen ein, die am Rande der Gesellschaft leben und sozial ausgegrenzt sind. Jeden Tag bin ich auf der Straße unterwegs und treffe dort Menschen, die durch das soziale Netz gefallen sind. Ich setze mich mit der LINKEN für eine sozialere und solidarische Gesellschaft ein. Denn wir haben die Pflicht, gegen die wachsende Armut in weiten Teilen der Bevölkerung anzugehen. Als Straßensozialarbeiter, der tagtäglich auf der Straße bei den Menschen ist, weiß ich, dass Solidarität, Zusammenhalt und Teilhabe dringend mehr Beachtung finden müssen. 

 

Was muss sich dafür konkret ändern?

Steigende Mieten und fehlender bezahlbarer Wohnraum machen das Thema Wohnen zur sozialen Frage, die einen Großteil der Bevölkerung betrifft. Die Pandemie hat dies nochmals sehr drastisch gezeigt: Ein menschenwürdiges und sicheres Leben sowie die körperliche und psychische Unversehrtheit sind ohne guten Wohnraum nicht möglich. Um allen Menschen dieses Grundrecht zu gewähren, ist eine wohnungspolitischer Kurswechsel notwendig: Wohnraum darf nicht als Ware und Investitionsmöglichkeit angesehen werden. Es ist ein Grundrecht.

 

Und wie soll das gehen?

Das müssen wir grundlegend anpacken: Mietendeckel bundesweit und Wohnen als Grundrecht, gerechte Gesundheitsversorgung für alle, Hartz IV endlich abschaffen und ganz wichtig: Mindestlohn rauf!

 

Der Mindestlohn wurde doch im Juli 2021 erhöht…

Ja, von 9,50€ auf 9,60€ − Das ist ein Witz! Und führt auf dem direkten Weg in die Altersarmut. Wer in Vollzeit für dieses Geld arbeiten muss, landet bei der Rente unter der Grundsicherung. Deswegen streiten wir als DIE LINKE für einen Mindestlohn von 13 Euro in der Stunde.

 

Warum fordert DIE LINKE eine Vermögenssteuer?

Ganz einfach: An den Vermögen der Reichen ist die Pandemie unbemerkt vorbeigezogen. Die aktuelle Politik sorgt dafür, dass denen gegeben wird, die schon sehr viel haben und die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Vor allem in den USA und Deutschland ist die Zahl der Millionäre gewachsen. DIE LINKE will eine Vermögensteuer für Vermögen oberhalb von einer Millionen Euro: Sie beginnt bei 1 Prozent und steigt bis auf 5 Prozent ab 50 Millionen Euro im Jahr. Auch Reiche müssen ihren Beitrag zur Bewältigung von Pandemie-Folgen und der Klimakrise leisten. 

 

Stichwort Klimakrise. Hat DIE LINKE einen Klimaplan?

Die Auswirkungen des Klimawandels spüren wir alle: Hitzesommer, steigende Meeresspiegel, Wetterextreme. Das bedroht unsere Lebensgrundlagen und verlangt schnelles Handeln. DIE LINKE ist die einzige Partei, die sich das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 in ihr Wahlprogramm geschrieben hat. Um das zu erreichen, müssen wir raus aus der Kohle und saubere Energien fördern. Wir brauchen kostenlose Busse und Bahnen für alle. Und wir müssen uns mit den Profitinteressen der großen Unternehmen anlegen, denn Zweidrittel der weltweiten CO2-Belastung wird von nur 100 Konzernen verursacht. Sie, als Hauptverursacher, müssen nun zur Kasse gebeten werden, um einen sozialen und ökologischen Systemwechsel umzusetzen.

 

Systemwechsel? Wie meinst du das?

Ich will mich nicht mit Zuständen abfinden, die viele Menschen von den großen Möglichkeiten ausschließen, die diese Gesellschaft längst hervorbringt. Die Welt ist reich genug für alle, das sehen wir jeden Tag und wir sehen auch, wer diesen Reichtum produziert. Wenn wir soziale Gerechtigkeit, gesellschaftliche Solidarität und Humanität erreichen wollen, müssen wir das kapitalistische System in Fragestellen, denn es sorgt dafür, dass einige Wenige sich einen großen Teil des Reichtums aneignen, währen die meisten davon ausgeschlossen sind. Deswegen setze ich mich für eine LINKE ein, die sich einmischt und Menschen ermutigt, selbst aktiv zu werden. Für eine LINKE, die das gemeinsame Interesse an sozialer Gerechtigkeit von obdachlosen Menschen, abhängig Beschäftigten, Erwerbslosen, Rentner*innen, Mieter*innen, Menschen mit Behinderungen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sexueller Orientierung – in den Vordergrund stellt.